Am 07.10.2017 haben drei JCFs die Europäische Organisation für Nuklearforschung, besser bekannt als CERN, in der französisch sprechenden Schweiz besucht. Insgesamt 48 Leute aus Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Bayreuth nahmen teil. Start des Wochenendausflugs war die Busfahrt nach Genf. Diese bot Gelegenheit sich auszutauschen und diente zum Kontakte knüpfen über das eigene JCF hinaus. Die Besichtigung begann mit einem Vortrag über die Geschichte, das Gelände, die Arbeit und die Entdeckungen am CERN: Das Gelände beinhaltet vier große Testanlagen und ist länderübergreifend in der Schweiz und Frankreich angesiedelt. Neben der Entdeckung der W-, Z- und Higgs-Bosonen und der Entwicklung von Teilchenbeschleunigern wurden hier auch die Computermauskugel und das Internetprotokoll http entwickelt. Das CERN hat eine Stromrechnung von 48 000 Euro pro Tag und nimmt allein im ATLAS-Detektor jede Sekunde 40 000 000 Bilder auf. Nach dieser spannenden Präsentation führte uns ein Mitarbeiter über das Gelände und erklärte uns gleichzeitig, was sich unter uns in der Tiefe befand. In kleineren Gruppen wurde dann der Antimaterieentschleuniger (antimatter decelerator, kurz AD) und das Rechenzentrum besichtigt. Derzeit forscht das CERN im AD über die Gravitationskraft und die Eigenschaften von Antimaterie. Die Mitarbeiter des CERN erklärten die Funktionsweise und Projekte der Anlagen. Im Computerrechenzentrum gab es eine erneute Präsentation, wie die Daten am CERN ausgewertet und 15 PetaByte selektiv gespeichert werden. Auch die Kooperation mit anderen Forschungszentren wurde gezeigt. Danach konnten die JCFs durch die als Präsentationsleinwand verwendete Glasscheibe das Rechenzentrum selbst begutachten. Nach dem Mittagessen folgte die Besichtigung des Globus der Wissenschaft und Innovation. Dieser zeigt das Universum der Partikel und beeindruckt vor allem durch seine Form und Größe. Der Globus mit der davor befindlichen Skulptur - eine Spirale mit allem wichtigen naturwissenschaftlichen Wissen – dient als eines der bekanntesten Fotomotive des CERNs. Am Abend blieb noch etwas Zeit Genf zu erkunden. Da das Feedback zum Wochenende durchgehend positiv war, sollen auch in Zukunft derartige Ausflüge stattfinden. Ein nächstes Ziel könnte das Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz sein.

 

Sarah Bernhardt,
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